Die Therapie
DrHobert BeratungBetrachtet man die Essenz der tibetischen Medizin von damals ("Medizin-Buddha" Sakyamuni) bis heute ( 14.Dalai Lama) unter dem Blickwinkel ihrer Effizienz, Integrierbarkeit und Praktikabilität hier im Westen, so findet man neben zukunftsweisenden früherkennenden Diagnoseverfahren ( besonders Pulsdiagnose)  und zahlreichen effektiven Therapieverfahren eine Schatztruhe voll mit wichtigen Lebensweisheiten die das unsichtbare Netzwerk und die Faktoren, die das Menschsein bestimmen zu ordnen vermögen. In einem ganzheitsmedizinischen Ordnungskonzept wird diese Kunst des Heilens zeitgleich auf körperlicher und geistiger Ebene umgesetzt.

Heilkräuter, Ernährung und spezielle Heilverfahren
Heilkräuter und Pillen aus pflanzlichen, tierischen, mineralischen und metallischen Substanzen aus dem Himalaja, geerntet nach strengen astrologischen Regeln, werden nach uralten bewährten Rezepten hergestellt. Sie sind in der Lage Krankheiten erstaunlich effektiv zu behandeln. 
Typgerechte, der Tages- und der Jahreszeit angepasste Nahrungmittel, gezielt nach   ihren Geschmacks- und Wirkqualitäten ( Zuordnung zu den 5 Elementen) eingesetzt, wirken wie Heilmittel  und stärken das Gleichgewicht der Lebens-essenzen. Moxatherapie, Akupunktur, Öl-und Klangschaalenmassagen, Kräutereinreibungen, Einrenktechniken, Aderlass und Schröpfen sind spezielle Therapieverfahren die richtig eingesetzt zur Gesundung führen.

Behandlung durch spirituelle Therapien
Heilungsrituale ( Suggestivmantras) und spezielle Geistes-und Körperübungen beschleunigen und vertiefen den Heilungsprozess. Dazu gehören neben Lu Jong, Kum Nye und Atemübungen, regelmäßige Kontemplation in Stille und Askese. Unabdingbar für tiefgreifende Heilung  ist die  Meditation, die konzentrierte Sammlung in der Stille um dem Lärm des Alltags etwas entgegen zu setzen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, Bewusstheit und Wachheit mittels traditioneller Technik zu trainieren ( geistiges „Zähneputzen“)

Änderung der Verhaltens-und Lebensgewohnheiten
Gespeist und beseelt mit traditionellem und aktuellen Gedankengut des Dalai Lama (Wohlwollen, edles Verhalten, Liebe und ein frohes Herz sind die beste Arznei)  fungiert der  tibetisch orientierte Arzt als Berater und Geburtshelfer neuer heilender Ideen. Dabei ist er selbst bemüht vorbildhaft aus spiritueller Wachheit zu handeln.  Mit  lebens-ordnenden Gesprächen informiert und motiviert er mit der richtigen Potenz um „mundgerecht“ den Weg zur Freiheit von krankmachenden Einschränkungen und Anhaftungen fortzuschreiten.  
So wird Krankheit zur Chance für einen Neuanfang, Auslöser eines neuen Lebensabschnittes. Wir erhalten die Möglichkeit mit neuer Kraft das zu verwirklichen was von Natur aus in uns angelegt ist.

Weiteres über die Heilkräuter
DrHobert Beratung2Die Verschreibung von Pillen aus Heilkräutern, Wurzeln, Edelsteinstäuben oder Tierprodukten steht in der Therapie an erster Stelle, wobei eingewandt werden muß, daß sie jedoch in der Reihenfolge der Behandlung erst nach allgemeinen Vorschlägen zur Änderung der Lebensführung, Diätvorschriften und weiterführenden Religionspraktiken zur Anwendung kommt. Die Tibetische Medizin unterscheidet zwei Arten von Heilmitteln: Die besänftigenden und die ableitenden. Sie bilden zusammen die innere Therapie, die vollständig auf Naturprodukten basiert. Die besänftigenden Heilmittel stellen das Gleichgewicht der Säfte wieder her. Die sanfteste Form einer solchen Behandlung ist die mit Dekokten, also einer Abkochung eines pulverisierten Heilmittels, in aufsteigender Wirksamkeit gefolgt von Pulvern, Sirups und Pillen (z.B. PADMA 28).

Medizin in Tropfenform, bei uns die häufigste Darreichungsform nach den Pillen, kennen die Tibeter nicht. Die Kräuter können natürlich auch zu Salben, Aschen, Zäpfchen, medizinischen Ölen und Butter verarbeitet werden. Sie sind in Badezusätzen enthalten, in Inhalationsflüssigkeiten und schließlich im Weihrauch, der vor allem der Gesunderhaltung dient. Die Räucherstäbchen aus Heilpflanzen werden allerorts zu Hause angewendet, aber auch in die ganze Welt exportiert.

Die ableitenden Heilmittel sollen den überschüssigen Körpersaft aus dem Körper ableiten. Dies war auch eine der wichtigsten Behandlungsformen in der Antike. Dazu werden Abführmittel, Brechmittel und Einläufe benutzt. In gewisser Weise gehören dazu auch heiße Mineral- und Wannenbäder oder das Baden in heißen Quellen insofern, als die im Wasser gelösten Heilmittel zwar durch die Haut eindringen, sie andererseits aber auch die Schweißproduktion fördern.

Mit Ausnahme vielleicht der Abführ- und Brechmittel sind auch diese Anwendungen heute sehr selten. Abführmittel (in Europa z.B. das tibetische Heilmittel PADMA LAX) nimmt man z.B. bei Gelbsucht, Brechmittel bei Schleimkrankheiten und Schnupfmittel bei Ohrenschmerzen und anfallsartigen Kopfschmerzen. Bei Windkrankheiten sind Einläufe indiziert. Inhalationen werden wie bei uns bei Erkrankungen der Atemwege angewendet. Einreibungen und Massagen mit Ölen oder medizinischer Butter, Mineral- und Dampfbäder mit Essenzen aus Heilpflanzen sind - wie bei uns - bei Gicht, Rheuma und bestimmten Hautkrankheiten nützlich.

Reicht diese sogenannte interne Behandlung nicht aus, werden externe Behandlungsmaßnahmen angewandt. Dazu gehören die Moxibustion (Abbrennen von Kräuterkegeln auf der Haut), die Behandlung mit der Goldenen Nadel - eine Art Akupunktur mit einer dicken goldenen Nadel -, Schröpfen und kleine chirurgische Eingriffe.

Größere Operationen werden seit Jahrhunderten nicht mehr durchgeführt, obschon sie früher bekannt waren.

Die gesamte Medizinlehre ist in den sogenannten "Vier Medizintantras" (Gyüschi, rGyud-zhi) niedergelegt. Dieses Grundlehrbuch wurde im 12 Jhdt. von Yuthog Yonten Gonpo erstellt, ist die wichtigste Quelle und somit die Basis für das Medizinstudium, muß jedoch durch die mündliche Lehre erweitert werden.

Die medizinische Ausbildung ist in traditionellen Chagpori-Medizinschulen (Eisenhügel, erste Akademie für Tibetische Medizin in Lhasa) sowie am Tibetischen Medizin und Astrologiezentrum (Men-Tsee-Khang) in Lhasa (VR. China) und Dharamsala (Himachal Pradesh, Nordindien) zentralisiert. Tibetische Jungmediziner studieren im Regelfall fünf bis sechs Jahre und arbeiten zwei Jahre praktisch, ehe sie diplomiert werden.

Ingfried HobertDr. med. Ingfried Hobert, An der Friedenseiche 5, D-31515 Steinhude am Meer

Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Traditionelle Chinesische Medizin, tibetische Heilverfahren, Ethnomedizin

Tel. 05033 / 9503 0,  eMail: praxis@drhobert.de

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